Leseempfehlung: Unorthodoxe Gedanken zur Inklusion

Guten Tag,

bezogen auf das Thema Inklusion behinderter Menschen hören die Diskussionen nicht mehr auf. Und es wird vielen von Ihnen ähnlich wie mir ergehen, dass Sie sichdes Eindrucks nicht erwehren könnt, dass sich die Diskussionen immer im Kreis drehen sich aber ansonsten nichts bewegt. In solchen Fällen sind unorthodoxe oder „krause“ Gedanken eine Möglichkeit aus dem Kreislauf auszubrechen. Der Weisheit letzter Schluss ist nicht das, was man braucht. Man benötigt Denkanstöße, auch wenn es unbequem wird.
Unorthodoxe Gedanken zum Thema Inklusion findet Ihr auf der Homepage von Dr. Arne Harder unter dem Link http://www.med.uni-magdeburg.de/~harder/inklusion.html. Nur selbst lesen und selbst denken machen schlau!

Liebe Grüße

Christiane

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Themenwoche Themenkreis Behinderung: Lesens- und sicher auch sehenswerte Blogs zum Bereich Hör schädigung

Guten Tag Ihr Lieben,

die Präsenz behinderter Menschen in den modernen Medien ist ausgesprochen wichtig. So ist bloggen eine sehr gute Möglichkeit auf Fragen und Probleme, die den Alltag behinderter Menschen betreffen, aufmerksam zu machen. Bloggen ist eine Möglichkeit den eigenen Alltag zu beschreiben und zu reflektieren und andere Menschen aufmerksam zu machen, mit ihnen über die Kommentarfunktion des Blogsystems in Kontakt zu kommen und Kontakte zu pflegen.

Heute habe ich nach Webseiten und vor allem Blogs von Hörgeschädigten gesucht. Und ich möchte Euch auf drei Homepages aufmerksam machen, die ich gefunden und auf denen ich gestöbert habe. Das ist die Homepage http://www.deafread.de. Dort findet Ihr Nachrichten für Hörgeschädigte aber auch Blogs von Hörbehinderten und Gehörlosen. Auch diejenigen, die sich zum Thema spätertaubt informieren möchten, werden dort fündig.

Und dann sind mir vor allem zwei Blogs aufgefallen. Sehr vielseitig ist das Blog von Judith Geller http://www.gehoerlosblog.de. Die Themenauswahl ist im besten Sinn persönlich, also auf die Lebenssituation der Autorin bezogen und informativ. So fand ich es erschreckend zu erfahren, wie stark der unangemessene Begriff taubstumm in unserer modernen Medienwelt immer noch verankert ist.

Auch das zweite Blog, in dem ich gestöbert habe, engagiert sich für die Angelegenheiten hörgeschädigter Menschen. Das Blog http://meinaugenschmaus.blogspot.com von Julia Probst wurde für sein vielseitiges Engagement, z. B. für mehr Untertitelung von TV-Beiträgen, im Jahr 2011 mit dem goldenen Blogger ausgezeichnet. Gutes Lesefutter sind die drei Kostproben, die ich heute genommen habe, auf jeden Fall. Was es auf diesen und anderen Homepages ansonsten an sehenswerten Dingen, z. B. bezogen auf die Gebärdensprache zu entdecken gibt, wird Euch sicher gut und interessant unterhalten und viel Freude machen!
Ich wünsche Euch viel Vergnügen dabei die Lebenswelten Hörbehinderter und gehörloser Menschen in ihrer Vielfalt zu entdecken!

Liebe Grüße

Christiane

Führhundgespanne: Als Team anerkannt

Liebe Leserinnen und Leser,

heute stelle ich in mein Blog einen Artikel ein, in dem ich schon vor längerer Zeit Grundwissen zum Thema Führhunde zusammengestellt habe. Das ist so ein Thema, das mich als Hundefreundin und in meiner Situation immer wieder mal beschäftigt. Und wer weiß, vielleicht komme ich doch irgendwann einmal auf den Hund, weil die Katze ja das Mausen nicht lässt. 😉 Schließlich bin ich ja auch mit Hunden und anderen Tieren aufgewachsen und zwar mit Schafen und Hütehunden etc.

Sie waren die ersten Assistenzhunde, die Blindenführhunde. Inzwischen gibt es viele Behindertenbegleithunde. Einerseits ist es schon so, dass sie immer da sind und Dinge tun, die im Grunde Menschen für Menschen tun sollten. Und doch ist es andererseits besonders gut, dass sie so sind, wie sie sind und tun, was sie tun, nämlich treue Hunde sein.

Führhundgespanne – Als Team erfolgreich unterwegs

Da Hunde lernfähig und kommunikativ sind, werden sie immer häufiger als Assistenzhunde für Menschen mit verschiedenen Behinderungen oder chronischen Erkrankungen ausgebildet. Eine der ältesten Ausbildungen zum Assistenz- oder Partnerhund ist die Ausbildung von Blindenführhunden. Die Idee stammt u. a. von Jean Bongartz aus dem Jahr 1892. Der Tiermaler gründete den Verein für Sanitätshunde. Doch erst Ende des ersten Weltkrieges und im Verlauf der 20er Jahre nahm die Idee Blindenführhunde auszubilden gestalt an. Die Entwicklung der Ausbildung wurde zunächst stark von engagierten Privatleuten ermöglicht. Gegenwärtig durchlaufen Blindenführhunde eine etwa einjährige Ausbildung, die in verschiedenen professionellen Führhundschulen durchgeführt wird. Etwa 3000 blinde und Hochgradig sehbehinderte Menschen leben zurzeit mit einem Führhund zusammen, der ihnen als Hilfsmittel zur Orientierung in vertrauter aber auch in fremder Umgebung dient. Die Arbeitsgemeinschaft zwischen Mensch und Hund wird als Führhundgespann bezeichnet. Ein Führhundgespann ist im Straßenverkehr leicht an dem weißen Führhundgeschirr zu erkennen, das der Hund bei seiner Arbeit immer trägt. Das weiße Geschirr ist ein offizielles Zeichen, das Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksichtnahme verpflichtet. Besonders häufig begegnet man Labradoren, Retrievern, Schäferhunden und Mischlingshunden aus den genannten Rassen im Führhundgeschirr. Hinter dieser Auswahl der Hunde verbirgt sich allerdings kein Rassismus. Obwohl diese Rassen bevorzugt zu Führhunden ausgebildet werden, da sie sich in Bezug auf ihre Lernfähigkeit und andere Charaktereigenschaften als besonders geeignet erwiesen haben, ist es vor allem ihre Größe, die bei der Auswahl eine Rolle spielt. Führhunde sollten eine Schulterhöhe von 50 bis 60 Zentimeter aufweisen. Blinde und sehbehinderte Allergiker, die gern einen Hund als Begleiter möchten, können aufatmen. Denn inzwischen gibt es mehrere Führhundschulen in der Bundesrepublik, die auch Erfahrung mit der Ausbildung von Königs- bzw Großpudeln haben. Diese haben als Fell bekanntlich nicht das typische Hundehaar, gegen das viele Menschen allergisch sind sondern Wolle.

Welpen, die später zu Führhunden ausgebildet werden sollen, werden im Alter von acht Wochen zum ersten Mal gründlich vom Tierarzt untersucht. Bei diesem Gesundheitscheck liegt ein besonderes Augenmerk auf der Kontrolle der Funktionsfähigkeit der Sinne. Im ersten Lebensjahr werden die Hunde in sog. Patenstellen oder Patenfamilien versorgt und erzogen. Die Hundepaten werden von Mitarbeitern der Führhundschule, die den Hund später ausbilden wird, beraten und betreut. In dieser Zeit kommt es darauf an, dass der Hund viele verschiedene Erfahrungen mit Menschen, anderen Tieren und Alltagssituationen sammelt. In der Patenstelle lernen die Welpen auch die Grundlagen des sozialverträglichen Verhaltens, z. B. auf Anweisung an einer angezeigten Stelle zu warten.

Im Alter von etwa einem Jahr beginnt die eigentliche Ausbildung der Hunde. In zehn bis zwölf Monaten lernen sie eine Person um Bodenhindernisse wie Pfützen, um Höhenhindernisse wie Schilder oder Äste herumzuführen. Sie lernen an Bordsteinen stehen zu bleiben, souverän an Fußgängern oder anderen Hunden vorbeizugehen. In ihrer Ausbildung werden die Hunde mit bestimmten akustischen Befehlen vertraut gemacht. Dazu gehört, dass sie bestimmte Geländepunkte, z. B. „Such Eingang!“ zu befolgen lernen. Die akustischen Befehle werden in der Fachsprache Hörzeichen genannt. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist der sog. Intelligente Ungehorsam. Dabei lernt der Hund die direkte Befolgung von Hörzeichen zu verweigern, wenn Gefahren drohen. So wird der Hund eine Straße, die er überqueren soll, nicht passieren, wenn ein Auto kommt.

Nachdem der Führhund seine Ausbildung gemacht hat, folgt die Eingewöhnungsphase an seinen blinden oder sehbehinderten Halter. Diese dauert zwischen zwei und vier Wochen. Unter der Obhut des Ausbilders werden Mensch und Hund miteinander vertraut gemacht. Kurz nach dieser Gewöhnungs- und Lernphase folgt die sog. Gespannprüfung, bei der ein Gutachter feststellt, ob Mensch und Tier gut miteinander zusammenarbeiten und harmonieren. Erst, wenn die Gespannprüfung erfolgreich bestanden wurde, gehören der blinde Mensch und sein Hund als anerkanntes Führhundgespann zusammen.

Es wurde behauptet, dass Führhunde ihren Dienst am Menschen mit Lebenszeit bezahlen, dass die Hunde nicht so alt werden wie ihre Artgenossen. Aber diese Auffassung ist inzwischen widerlegt. So hat sich gezeigt, dass blinde und sehbehinderte Menschen, die ihren Hunden ein glückliches und gesundes Hundeleben mit artgerechter und vielseitiger Ernährung, viel Zuneigung und ausreichend Bewegung nach Hundebedarf ermöglichen, ihrem Vierbeiner alle Grundlagen für ein langes, glückliches und erfülltes Hundeleben bieten. Da in der Bundesrepublik nicht offiziell geklärt ist, wie und wo Führende, die ihr wohlverdientes Altersgnadenbrot bekommen können, sollten Führhundhalter sich frühzeitig selbst um einen guten Altersruhesitz für ihren langjährigen Gefährten kümmern, wenn sie ihn nicht bei sich behalten können“

Liebe Grüße

Christiane