Textverarbeitungsssoftware im Blindflug testen! – Abiword

Guten Tag,

meine Oma sagte immer: „Die Neugier ist der Katze tot!“ Meine Mutter sagte immer: „Du bist nicht neugierig sondern wissensdurstig!“ Wie dem auch sei! Schreiben ist nun mal meine große Leidenschaft. Und gerade im Blindflug ist die moderne Textverarbeitung immer noch voller Tücken des Objekts oder besser gesagt, der Objekte. also probiere ich ab und zu aus, was ich neu finde. Und der Computerabsturz von Mittwoch und die Neuinstallation sind gute Gründe etwas Neues, in diesem fall Abiword auszuprobieren. Für Mauser ist hier der Link: Download AbiWord (Mac) bei computerbild.de. Das angeblich einfache und doch leistungsfähige Programm ist aber auch für Windowsnutzer, die kostenfreie Software suchen, verfügbar. Ob das Programm im Blindflug nutzbar ist? Mehr dazu gibt es dann wahrscheinlich Mitte August. Ich werde es nämlich dazu benutzen, mein Ebook, das sieben ältere Prosatexte von mir enthalten soll, für die Veröffentlichung vorzubereiten!

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Quenel

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Bücher von Paula Grimm

Guten tag,

unter dem folgenden Link sind die aktuellen Informationen über die Bücher zu finden, die ich unter dem Pseudonym Paula Grimm publiziert habe: Bücher von Paula Grimm.viaBücher von Paula Grimm.
Diese Informationen werden von mir immer wieder aktualisiert, so dass sich Leser und Kooperationspartner wie Verlage und Autorenkollegen jeder Zeit informieren Können.
Ich wünsche allen Interessierten gute Unterhaltung!

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Quenel

Aber bitte mit Impressum!

Guten Tag,

hiermit möchte ich auf einen Artikel hinweisen, den ich soeben im Hauptblog veröffentlicht habe. Das ist wichtig für alle, die über meine Blogs für ihre Aktivitäten werben möchten. Aber bitte mit Impressum!.viaAber bitte mit Impressum!.
Das man so etwas überhaupt noch erwähnen muss! #missbilligend

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Quenel

Informationen über neue Blogaktivitäten

Guten Tag,

seit vergangenen Dienstag hat sich in meiner Bloggerei einiges getan, das in die Bewerbungsmappe gehört, das aber auch zu den Themen Linkempfehlungen und Tipps für Kolleginnen passt. Denn ich habe mich dazu entschieden meine Romanprojekte in einem eigenen Blog zu posten. Die Erfahrung mit dem Felicitasprojekt, das in der Themenvielfalt von http://www.texthaseonline.com im wahrsten Sinne des Wortes untergegangen ist, hat gezeigt, dass die Romane nicht nur einen eigenen Platz verdienen, sondern dass sie dort auch angemessen präsentiert werden können.

Der neue Platz für Literatur und das Angebot

Zunächst sind in dem neuen Blog, das unter http://www.paulasromantik.com geführt wird, das Felicitasprojekt und der Engelroman eingestellt. Dazu gibt es Bonusmaterial zu den Themen, die in den Romanen vorkommen, z. B. ein Interview, das ich über das Felicitasprojekt geführt habe. Eher unterhaltsam als informativ sind die Kategorien Felicitasroman/Lebenswelt und Engelroman/Erlebniswelt. In diesen Kategorien gibt es schöne Dinge über das, was die Protagonistinnen mögen, beispielsweise Essen, Handarbeiten, Tiere etc. Ohne Literatur geht es auch in diesem Blog vor allem unter den zuletzt genannten Rubriken nicht.

Der Platz für diese beiden Buchprojekte, die kostenfrei verfügbar sind, ist anders als die beiden anderen Blogs ausgestattet. Der Grund dafür ist, dass WordPress sein Gestaltungsmenü geändert und neue Themes hinzugefügt hat. Ich habe das 2015-Theme gewählt. In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich nicht weiß, warum im oberen Teil der Link Menues and Widgets erscheint, den man anklicken muss, wenn man nach Herzenslust in den Seiten und der Ausstattung des Blogs stöbern möchte. Das hat aber den Vorteil, dass man direkt die aktuellsten Artikel lesen kann, ohne von den zahlreichen Menüpunkten abgelenkt zu werden. Das ist vielleicht gerade für Literatur ganz angenehm. Und wer sich genauer über den Blog informieren möchte, kann ganz einfach auf Menues and Widgets klicken und erhält vielseitige Informationen, wie er oder sie es bislang von anderen WordPressblogs gewöhnt ist.

Die Kombination der beiden Romane ist möglicherweise ein Fehler. Denn das Felicitasprojekt ist eher Kost, die man als literarisches Rauhfutter bezeichnen muss, während der Roman über den Schutzengel Stella leichte Kost ist, obwohl es auch in diesem Projekt zeitweilig richtig hart zur Sache geht. Wäre es anders, müsste kein Schutzengel bemüht werden, um das Leben von Magdalena in Ordnung zu bringen und ganz nebenbei die Esoterikszene aufzumischen.

Was ich suche

Ich suche kooperationspartner für die Bereiche, in denen es Bonusmaterial und Erlebnis- bzw. Lebenswelt heißt. Wer in seiner oder ihrer Webpräsenz zu den Themen essen und trinken, Literatur, Handarbeiten, Tiere, Motorrad, Engel, Religion etc. schreibt, kann sich gern an mich wenden. So könnte ich mir etwas wie einen wöchentlichen Speiseplan oder monatliches Lesefutter vorstellen. Was Stella im März strick…. Ich werde mich selbstverständlich auch durch das Web klicken, um entsprechende Partnerblogs oder -webseiten zu finden. Es können sich natürlich auch diejenigen melden, die professionell bloggen und Kooperationspartner suchen. Wir werden uns bestimmt einig! Einfach anmailen genügt! Wir stecken die Köpfe zusammen und werden bestimmt eine gute Möglichkeit finden, um interessante Informationeen zu erarbeiten und einander zu helfen, was die Berbreitung der Inhalte betrifft!

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Quenel

Aktivitäten von Autoren und Bloggern – Neue Kategorie von und auf Texthase Online

Guten Tag,

da heutzutage auch in Bewerbungsgesprächen alles angesprochen wird, was der Bewerber oder die Bewerberin tut, gehört in den Blog zu Beruf und Berufung alles, was ich tue und anbiete. Aus diesem Grund zählen auch Aktivitäten und Kooperationen mit Autoren und Bloggern. Mit Beginn des Jahres 2015 gibt es auf dem Hauptblog http://www.texthaseonline.com eine neue Kategorie mit dem Titel Aktivitäten von Autoren und Bloggern.

Den Anfang dieser Artikelserie machte am 07.01.15 Anja Köhler, die mir im Dezember einen Artikel über Ihre Tipps für Blumenfreunde und den Blumenkauf angeboten hat. Den Post findet Ihr unter dem Link:

http://texthaseonline.com/2015/01/07/guter-rat-fur-blumenfreunde-und-zum-blumenkauf-von-anja-kohler/. Im Verlauf der nächsten Woche mache ich dann endlich ein Versprechen wahr, dass ich der Autorin und Biografin Daniela Preis gegeben habe, der ich schon vor längerer Zeit einen Post in meinem Blog versprochen hatte. Wer auch in meinem Blog vorgestellt werden möchte, kann sich via Mail an mich wenden.

Wenn es um das Thema Beruf und Berufung geht, erscheinen die Artikel auch in diesem Blog, gleichgültig, ob ich für Euch geschrieben haben werde, oder ob Ihr mir einen Artikel „frei nach Eurer eigenen Schnauze“ zur Verfügung stellt. 😉

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Quenel

Erfahrungsbericht: Erste Erfahrungen mit Seedingup

Guten Tag,

in diesem Artikel beschreibe ich meine ersten Erfahrungen mit dem Portal Seedingup. Den Provider für bezahlte Artikel habe ich am Montagabend gefunden. Meinen Account habe ich gestern Vormittag eingerichtet. Für Advertiser und Publisher ist dieses Portal wohl gleichermaßen gut geeignet. Und ich wünsche allen viel Erfolg bei der Zusammenarbeit mit diesem hochwertigen Internetdienstleister.
Ein Konto bei Seedingup anlegen

Ursprünglich lautete der Name des Portals, das Advertiser und Publisher zusammen bringt, Teliad.de. Es wurde im Jahr 2005 online gestellt und ist seit 2013 unter dem Namen Seedingup verfügbar. Für Publisher ist das Anlegen eines Nutzerkontos kostenfrei und einfach möglich. Die Erstellung eines Accounts ist barrierefrei. Das Formular zur Registrierung ist übersichtlich, verständlich und leicht bedienbar. Nach der Versendung des ausgefüllten Formulars erhält man eine Mail von Seedingup, in der zwei Möglichkeiten enthalten sind, wie die Registrierung abgeschlossen werden kann. Es gibt in dieser Nachricht einen Freischaltungslink. Man erhält aber auch einen Code, den man bei der Erstanmeldung auf der Webseite eingeben kann.

Das Partnerprogramm Bei Seedingup

Publisher und advertiser können sich auch bei dem Partnerprogramm des Anbieters anmelden. Diese Kooperations- und Verdienstmöglichkeit wird von den Betreibern selbst verwaltet. Das bedeutet, dass nicht nur Textlinks und Logos von Mitarbeitern des Unternehmens gestaltet sind. Es bedeutet auch, dass die Verwaltung des Partnerprogramms nicht über Provider wie Xanox organisiert ist. Ich habe mich gleich nach der Freischaltung meines Accounts bei diesem Partnerprogramm angemeldet und den Textlink und ein Logo generiert. Auch bei der Einrichtung dieses Programms erfährt man alles, was man wissen muss auf verständliche und übersichtliche Art und Weise. ich hoffe, es bleibt zumindest eine längere Zeit so, wie es ist. Die Umstellungen der Formulare bei den verschiedenen Portalen, die Partnerprogramme verwalten,war ein Grund für mich, diese nicht mehr zu nutzen. Dieser Link führt zu Seedingup.

Angebote einstellen

Publisher können eigene Angebote in den Bereichen Blogpost, Preseller Page, Pressemitteilung einstellen. Dazu klicken sie auf der Homepage den Button Angebot erstellen für den Bereich an, in dem sie am liebsten arbeiten wollen, z. B. Blogposts. Es öffnet sich ein Formular, in dem Url, Kategorie und ein kurzer Vorstellungstext eingegeben werden müssen. Es gibt auch ein Feld, in dem vermerkt werden kann, zu welchen Aspekten man überhaupt nicht veröffentlichen möchte. Im unteren Teil des Formulars kann man auswählen, welche Artikelformate ebenfalls in Frage kommen. In weiten Teilen ist das Formular übersichtlich, leicht verständlich und gut bedienbar. Auf alle wichtigen Aspekte wird an angemessener Stelle hingewiesen. So findet man beispielsweise die Anmerkung, dass Angebote einzeln geprüft und in der Regel nach ein oder zwei Tagen freigeschaltet werden. Das Ergebnis der Prüfung wird Publishern via Mail mitgeteilt. Einzig der untereTeil stellt ein Problem dar, denn er ist nicht barrierefrei. Denn da, wo man anklicken können sollte, welche Artikelformate auch zum Angebot zählen dürfen, lesen Screen Reader: „Leerzeichen markiert Markierungsfeld“.

Wenn man das erste Formular ausgefüllt und abgeschickt hat, erscheint ein zweites Formular, in dem man angeben kann, welche zusätzlichen Medien akzeptiert werden, und welche Preise akzeptiert werden, z. B. Bildformate.

Wermutstropfen bei der Erstellung von Angeboten

Manchem werden die ausführlichen Vorstellungen und die dazu eingegebenen Beschreibungen, die Seedingup bei der Eintragung eines Angebots macht, lästig und vielleicht auch ein Bisschen bieder oder formal vorkommen. So erfährt man, welche Arten von Webseiten nichts auf dem Marktplatz zu suchen haben, z. B. Presseportale. Und die Angaben zur Neutralität der Angebote sind sehr ausführlich. So ist es bei der Formulierung des Vorstellungstexts nicht erwünscht, den Leser der Anzeige direkt anzusprechen.Mich haben diese Darstellungen gewundert, da ich das auf keinem Portal, auf dem ich bislang war, so gefunden habe. mich stört das nicht. Aber die Beschriftung der unteren Felder wäre sehr hilfreich, um das Angebot auch im Blindflug einwandfrei erstellen zu können.

Bezahlung bei Seedingup

Als ich nach der Freischaltung meines Accounts die Grundeinstellungen für die Bezahlung vornehmen wollte, erlebte ich eine Überraschung. Denn die ersten drei der insgesamt sieben möglichen Zahlungsarten waren nicht beschriftet, jedenfalls nicht so, dass VoiceOver sie lesen kann. Es ist aber möglich, dass es sich um Zahlungsarten handelt, die angeboten werden sollen aber noch nicht aktiviert werden konnten. Doch meine gewünschte Zahlungsart via Überweisung war beschriftet und ist wohl aktiv. Denn es kam keine Fehlermeldung.
„Ich habe gar keine Kreditkarte, Seniores!““ Und das ist in diesem Fall offenbar auch gut so! 😉 Diesbezüglich könnte es aber auch so sein, dass Nutzer andere Varianten der Bezahlung nicht von Anfang an einstellen können. Was auch immer der Grund dafür sein mag. Seedingup bezahlt großzügig, denn die Vergütung für einzelne Artikel beginnt bei 28 €, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.

Fazit

Seedingup macht einen sehr seriösen und vielseitigen ersten Eindruck. Die wesentlichen Aspekte der Verwaltung sind verständlich, übersichtlich und gut bedienbar. Das gilt mit kleinen Abstrichen auch bezogen auf die Barrierefreiheit. Eine angemessene und ordentliche Anzeigengestaltung ist auch im Blindflug möglich. Und das will schon etwas heißen. Auch das Partnerprogramm ist ordentlich gestaltet und gut bedienbar. Ich bin gespannt, wie es mit meinem Angebot weitergeht, und wie sich der Einstieg als Publisher und Partner entwickelt.

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Quenel

Sechs Punkte für sechs Punkte (Entwicklung, Geschichte und Persönliches zur Punktschrift )

Guten Tag,

mit Schrift zu arbeiten ist für mich Beruf und Berufung. Das bedeutet in meinem Fall, dass ich ursprünglich in der Punktschrift zuhause bin. Denn ich bin seit Geburt vollblind und lese und schreibe die Schrift, die von Luis Braille im 19. Jahrhundert entwickelt wurde, seit über 40 Jahren. Diesen Artikel, der in ähnlicher Form bereits am 09. Dezember 2012 auf http://www.texthaseonline.com erschien, stelle ich in meinen Bewerbungsblog ein, da Kolleginnen und Kollegen aber auch mögliche Arbeitgeber wissen sollten, wie wichtig und innovativ die Brailleschrift auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts sein kann, wie sie sich überhaupt entwickelt hat, und welche Bedeutung sie gerade für mich und meine Schreibarbeit hat. Ich werde in Kürze hier noch einen zweiten Post einstellen, der von den modernen Brailledisplays handelt, mit denen vollblinde Computernutzer privat und beruflich arbeiten.

Brailleschrift und Bildung

Ich weiß natürlich um die Probleme, die der Verbreitung der Brailleschrift im Wege stehen. So können beispielsweise viele blinde Kinder die Punktschrift nicht erlernen, da sie auf Grund anderer Behinderungen oder Erkrankungen nicht in der Lage sind, die Schrift zu ertasten und/oder ihr System zu begreifen. Die meisten Menschen erblinden in ihrer zweiten Lebenshälfte. So sind etwa 70% der Blinden 65 Jahre oder älter. Zu bedenken ist, dass auch bei diesen Menschen oft zusätzlich andere Behinderungen oder Erkrankungen wie Diabetes vorliegen, die das Erlernen der Blindenschrift unmöglich machen oder zumindest stark erschweren oder verhindern. Viele ältere Menschen wagen sich verständlicherweise nicht mehr an das Erlernen einer neuen Schrift. Und darüber hinaus findet noch lange nicht jeder Lernwillige Erwachsene an seinem Heimatort einen geeigneten Lehrer. Doch es gibt auch bezogen auf den Schrifterwerb interessante Projekte, die Erwachsenen helfen können, die Brailleschrift zu erlernen. Und das kann auch sehr viel Freude machen, wie das Projekt Pluspunkt von Hanni Wüthrich und Regula Schütz zeigt. Informationen darüber sind auf der Homepage: http://www.braille.ch unter dem Link Pluspunkt zu finden. Mich würde es freuen, wenn ich die Gelegenheit bekommen könnte, wieder Punktschrift zu unterrichten. Denn dann wäre es möglich dieses Lehrsystem mit seinen innovativen Zugängen zur Brailleschrift zu nutzen.

Die Brailleschrift und meine Wenigkeit

Obwohl ich kein Lobbyist in Sachen Punktschrift bin, liebe ich die Brailleschrift und mir ist bewusst, wie viel diese sechs Punkte für die Bildung und das Selbstverständnis blinder Menschen geleistet hat. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass die Punktschrift von einem Blinden entwickelt und von den Blinden selbst angenommen und verbreitet wurde.

Für mich gibt es sechs persönliche Punkte, warum ich die Punktschrift nach wie vor sehr schätze, und sie zusätzlich zu den neuen Möglichkeiten, die Hörbücher etc bieten, wieder verstärkt nutze.

1. Sie war und ist mir ein sinnvoller und guter Zeitvertreib vor allem in schlaflosen Nächten.
2. Ich kann beim Lesen und schreiben die Geschwindigkeit vorlegen, die gerade passt.
3. Wenn ich leise lese, erklingt meine innere Stimme bzw meine inneren Stimmen und die Vorstellungsgabe wird besonders beflügelt.
4. Vorlesen macht Spaß und ermöglicht es Texte immer wieder neu zu gestalten und zum Leben zu erwecken.
5. Nicht zu allen Texten, die ich lese oder schreibe, habe ich sofort eine abschließende Meinung. Daher war es vor allem in der Zeit vor den Computern gutLesestoff und selbst geschriebene Texte für einige Zeit zur Seite zu legen, um sie später zu verstehen oder zu bearbeiten.
6. Es ist ein gutes Gefühl beim Lesen oder Schreiben erleben zu dürfen, wie Kopf, Herz und Hand zusammenarbeiten.

Ich habe seit dem 08. August 1972 intensiven und persönlichen Kontakt mit der Punktschrift, denn an diesem Tag wurde ich in die Rheinische Landesschule für Blinde in Düren eingeschult, die inzwischen Luis-Braille-Schule heißt.

Zur Geschichte und Vielfalt der Brailleschrift

Und jetzt folgt in diesem Post noch etwas über die Entwicklung der Punktschrift.Luis Braille wurde am 04.01.1809 geboren. Im Alter von vier Jahren verletzte er sich ein Auge an einer der Schusterahlen in der Schuhmacherwerkstatt seines Vaters. Das Auge entzündete sich. Und die Entzündung griff auf das andere Auge über, so dass Luis Braille vollständig erblindete. Von Kindesbeinen an wollte Luis Braille sich nicht damit abfinden, dass er Literatur nur durch das Vorlesen kennen lernen konnte. Er interessierte sich für unterschiedliche Ideen für Schriftsysteme, die haptisch erfassbar waren, z. B. für Reliefschrift, bei der die Druckbuchstaben der geläufigen Schwarzschrift tastbar gemacht wurden. Doch diese Übertragung von Strichen, gebogenen Strichen und Punkten stellten sich als zu groß für die Ertastung heraus. Im Alter von 11 Jahren lernte Luis Braille die sog. Nachtschrift, die der Artilleriehauptmann Charles Barbier entwickelt hatte, kennen. Aber auch diese Schrift mit ihren zwölf Punkten erwies sich als zu groß und kompliziert, um sie einfach mit einem Finger oder mit zwei Fingern, die einander folgen, zu ertasten. Luis Braille vereinfachte diese Schrift auf sechs Punkte. Durch Die Anregungen, die er durch Versuche mit anderen Tastschriften erhielt und durch Experimentieren gelang es Luis Braille im Jahr 1825 die Sechspunktschrift, die heute weltweit seinen Namen trägt, vollständig zu entwickeln. Außerdem entwickelte er die auf der Grundlage der Sechspunktschrift die Blindennotenschrift, mit der blinde Musiker auf der ganzen Welt Noten lesen und schreiben. Inzwischen ist die Brailleschrift als Grundlage weiterer Schriftsysteme für Blinde verbreitet, z. B. kyrillisches Alphabet, japanische Silbenschrift, Mathematikschrift etc. Luis Braille starb im Jahr 1852 an Tuberkulose. Den Siegeszug seiner Erfindung erlebte er nicht mehr. Im Jahr 1850 wurde die Brailleschrift an französischen Blindenschulen als verbindliche Kulturtechnik eingeführt. Die internationale Anerkennung als Schriftsystem der Blinden erfolgte am 09.12.1879. In diesem Jahr wurde die Sechspunktschrift auch in Deutschland anerkannt.

Interessant an der Verbreitungsgeschichte der Brailleschrift sind die Vorbehalte, die sehende Blindenlehrer Luis Braille und seiner Erfindung entgegen brachten. So war der Direktor der französischen Blindenschule, an der Luis Braille lehrte, davon überzeugt, dass die Einführung dieser Schrift blinde Menschen von ihren sehenden Mitmenschen isolieren würde. In Deutschland wurde dieser Schrift sogar der Vorwurf der Subversion entgegen gehalten, denn sehende Blindenlehrer experimentierten im 18. und 19. Jahrhundert selbst mit verschiedenen Schriftsystemen. Und es war die Überzeugung mächtig, dass ein eigenes Schriftsystem, das von den Blinden selbst entworfen und unterrichtet werden konnte, keine Zukunft haben könnte.
Dazu kam, dass auch blinde Blindenlehrer sehr umstritten waren. Doch vor allem ab Ende des 19. Jahrhunderts trug die Brailleschrift zur Emanzipation und Bildung blinder Menschen wesentlich teil. Dies ist sicher zu weiten Teilen der Tatsache zu verdanken, dass Luis Braille und seine Mitstreiter sehr sorgfältig experimentierten, um eine angemessene Punktekonstellation zu finden, die den Erfordernissen des Tastsinns entspricht.

Liebe Grüße

Christiane Quenel
Quellen
Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Louis_Braille

Zeitschriftenartikel:

Manfred Weiser: Zur Geschichte der Blindenbildung. Zeitschrift für Sonderpädagogik. 1/1990 S.29-44
Homepage mit aktuellen Aspekten zum Thema Brailleschrift aus der Schweiz: http://www.braille.ch