Erfahrungsbericht: Erste Erfahrungen mit Seedingup

Guten Tag,

in diesem Artikel beschreibe ich meine ersten Erfahrungen mit dem Portal Seedingup. Den Provider für bezahlte Artikel habe ich am Montagabend gefunden. Meinen Account habe ich gestern Vormittag eingerichtet. Für Advertiser und Publisher ist dieses Portal wohl gleichermaßen gut geeignet. Und ich wünsche allen viel Erfolg bei der Zusammenarbeit mit diesem hochwertigen Internetdienstleister.
Ein Konto bei Seedingup anlegen

Ursprünglich lautete der Name des Portals, das Advertiser und Publisher zusammen bringt, Teliad.de. Es wurde im Jahr 2005 online gestellt und ist seit 2013 unter dem Namen Seedingup verfügbar. Für Publisher ist das Anlegen eines Nutzerkontos kostenfrei und einfach möglich. Die Erstellung eines Accounts ist barrierefrei. Das Formular zur Registrierung ist übersichtlich, verständlich und leicht bedienbar. Nach der Versendung des ausgefüllten Formulars erhält man eine Mail von Seedingup, in der zwei Möglichkeiten enthalten sind, wie die Registrierung abgeschlossen werden kann. Es gibt in dieser Nachricht einen Freischaltungslink. Man erhält aber auch einen Code, den man bei der Erstanmeldung auf der Webseite eingeben kann.

Das Partnerprogramm Bei Seedingup

Publisher und advertiser können sich auch bei dem Partnerprogramm des Anbieters anmelden. Diese Kooperations- und Verdienstmöglichkeit wird von den Betreibern selbst verwaltet. Das bedeutet, dass nicht nur Textlinks und Logos von Mitarbeitern des Unternehmens gestaltet sind. Es bedeutet auch, dass die Verwaltung des Partnerprogramms nicht über Provider wie Xanox organisiert ist. Ich habe mich gleich nach der Freischaltung meines Accounts bei diesem Partnerprogramm angemeldet und den Textlink und ein Logo generiert. Auch bei der Einrichtung dieses Programms erfährt man alles, was man wissen muss auf verständliche und übersichtliche Art und Weise. ich hoffe, es bleibt zumindest eine längere Zeit so, wie es ist. Die Umstellungen der Formulare bei den verschiedenen Portalen, die Partnerprogramme verwalten,war ein Grund für mich, diese nicht mehr zu nutzen. Dieser Link führt zu Seedingup.

Angebote einstellen

Publisher können eigene Angebote in den Bereichen Blogpost, Preseller Page, Pressemitteilung einstellen. Dazu klicken sie auf der Homepage den Button Angebot erstellen für den Bereich an, in dem sie am liebsten arbeiten wollen, z. B. Blogposts. Es öffnet sich ein Formular, in dem Url, Kategorie und ein kurzer Vorstellungstext eingegeben werden müssen. Es gibt auch ein Feld, in dem vermerkt werden kann, zu welchen Aspekten man überhaupt nicht veröffentlichen möchte. Im unteren Teil des Formulars kann man auswählen, welche Artikelformate ebenfalls in Frage kommen. In weiten Teilen ist das Formular übersichtlich, leicht verständlich und gut bedienbar. Auf alle wichtigen Aspekte wird an angemessener Stelle hingewiesen. So findet man beispielsweise die Anmerkung, dass Angebote einzeln geprüft und in der Regel nach ein oder zwei Tagen freigeschaltet werden. Das Ergebnis der Prüfung wird Publishern via Mail mitgeteilt. Einzig der untereTeil stellt ein Problem dar, denn er ist nicht barrierefrei. Denn da, wo man anklicken können sollte, welche Artikelformate auch zum Angebot zählen dürfen, lesen Screen Reader: „Leerzeichen markiert Markierungsfeld“.

Wenn man das erste Formular ausgefüllt und abgeschickt hat, erscheint ein zweites Formular, in dem man angeben kann, welche zusätzlichen Medien akzeptiert werden, und welche Preise akzeptiert werden, z. B. Bildformate.

Wermutstropfen bei der Erstellung von Angeboten

Manchem werden die ausführlichen Vorstellungen und die dazu eingegebenen Beschreibungen, die Seedingup bei der Eintragung eines Angebots macht, lästig und vielleicht auch ein Bisschen bieder oder formal vorkommen. So erfährt man, welche Arten von Webseiten nichts auf dem Marktplatz zu suchen haben, z. B. Presseportale. Und die Angaben zur Neutralität der Angebote sind sehr ausführlich. So ist es bei der Formulierung des Vorstellungstexts nicht erwünscht, den Leser der Anzeige direkt anzusprechen.Mich haben diese Darstellungen gewundert, da ich das auf keinem Portal, auf dem ich bislang war, so gefunden habe. mich stört das nicht. Aber die Beschriftung der unteren Felder wäre sehr hilfreich, um das Angebot auch im Blindflug einwandfrei erstellen zu können.

Bezahlung bei Seedingup

Als ich nach der Freischaltung meines Accounts die Grundeinstellungen für die Bezahlung vornehmen wollte, erlebte ich eine Überraschung. Denn die ersten drei der insgesamt sieben möglichen Zahlungsarten waren nicht beschriftet, jedenfalls nicht so, dass VoiceOver sie lesen kann. Es ist aber möglich, dass es sich um Zahlungsarten handelt, die angeboten werden sollen aber noch nicht aktiviert werden konnten. Doch meine gewünschte Zahlungsart via Überweisung war beschriftet und ist wohl aktiv. Denn es kam keine Fehlermeldung.
„Ich habe gar keine Kreditkarte, Seniores!““ Und das ist in diesem Fall offenbar auch gut so! 😉 Diesbezüglich könnte es aber auch so sein, dass Nutzer andere Varianten der Bezahlung nicht von Anfang an einstellen können. Was auch immer der Grund dafür sein mag. Seedingup bezahlt großzügig, denn die Vergütung für einzelne Artikel beginnt bei 28 €, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.

Fazit

Seedingup macht einen sehr seriösen und vielseitigen ersten Eindruck. Die wesentlichen Aspekte der Verwaltung sind verständlich, übersichtlich und gut bedienbar. Das gilt mit kleinen Abstrichen auch bezogen auf die Barrierefreiheit. Eine angemessene und ordentliche Anzeigengestaltung ist auch im Blindflug möglich. Und das will schon etwas heißen. Auch das Partnerprogramm ist ordentlich gestaltet und gut bedienbar. Ich bin gespannt, wie es mit meinem Angebot weitergeht, und wie sich der Einstieg als Publisher und Partner entwickelt.

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Quenel

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Brailleschrift im Computer- und Handyzeitalter

Guten Tag, in diesem Post geht es noch einmal um die Innovation, die die Brailleschrift für vollblinde Menschen darstellt. Denn die moderne Technik zeigt auf besondere Art und Weise, wie flexibel, vielseitig und angemessen die Punktschrift ist, was sie als Kulturtechnik der Blinden leistet, und wie flexibel und leistungsfähig ihre Anwender mit ihr umgehen. Brailleschrift und moderne Technik Inzwischen schreiben blinde Menschen nicht mehr nur mit speziellen Punktschrifttafeln oder Schreibmaschinen. Sie sind mit der Arbeit an handelsüblichen Computertastaturen vertraut. Brailletastaturen können an Smartphones und Computer angeschlossen werden. Inzwischen gibt es sogar die Möglichkeit bestimmte Smartphones so einzustellen, dass eine Brailleeingabe über den Bildschirm des Handys geschrieben werden kann. Um den Computerbildschirm bei der Arbeit auslesen zu können, gibt es für Notebooks und Desktops verschiedene Screen Reader, die um eine Sprachausgabe oder einer so genannten Braillezeile erweitert sind. Dieser Artikel enthält eine kurze Information aus Wikipedia zu diesem Hilfsmittel. In Wikipedia werden Braillezeilen bzw Brailledisplays wie folgt beschrieben: “Die Braillezeile, kurz Zeile, oder Brailledisplay ist ein Computer-Ausgabegerät für Blinde, das Zeichen in Brailleschrift darstellt. Üblicherweise werden sie durch Screenreader angesteuert, die Zeichen in ausgewählten Bildschirmbereichen auslesen und in Computerbraille darstellen. Dadurch können Blinde große Teile der Standardsoftware benutzen und selbstständig am Computer arbeiten. Die Funktion der Brailleschriftdarstellung basiert auf dem piezoelektrischen Effekt speziell gezogener Kristalle, die sich beim Anlegen einer elektrischen Spannung verbiegen und damit dann einen Stößel als Punkt aus einer Fläche herausragen lassen, elektronisch gesteuert, um die Zeichen in Blindenschrift aufzubauen. Die Benutzer können mit ihren Fingerkuppen die Zeichen abtasten. Es gibt Braillezeilen, die 20, 40 oder 80 Zeichen darstellen können. An der Braillezeile sind Steuertasten angebracht, mit denen der dargestellte Bildschirmausschnitt verschoben werden kann. Da für die Arbeit am Computer mehr Zeichen notwendig sind, als sich mit sechs Punkten darstellen lassen, wird zu den drei Punktzeilen der Standard-Brailleschrift oft eine vierte Zeile hinzugefügt, sodass acht Punkte zur Verfügung stehen. Auf diese Weise erhält man 256 Kombinationen. Die Codierung der Standardzeichen bleibt dabei jedoch weitestgehend gleich, die letzte Zeile bleibt lediglich leer. Alternativ können Screenreader auch eine Sprachausgabe bieten. Gegenüber dem Vorlesen sind Braillezeilen genauer und geben Wort für Wort wieder. Somit kann auch die Rechtschreibung direkt überprüft werden, ohne dass die Sprachausgabe buchstabieren muss. Da Braillezeilen nur in kleinen Stückzahlen hergestellt werden, sind die Produktionskosten entsprechend hoch. Der Anschaffungspreis für eine Zeile, die 80 Zeichen darstellen kann, beträgt ungefähr 10.000 €. Die Kosten hierfür werden in Deutschland bei vorliegender Indikation von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. In Österreich werden die Kosten von den Bundessozialämtern und den Ländern erstattet.” In dem Artikel von Wikipedia, den ich hier auszugsweise zitiert habe, sind auch bildliche Darstellungen von Brailledisplays vorhanden, die Braillezeilen und ihre Funktion anschaulich machen. Da sowohl Braillezeilen als auch die Sprachausgaben, die ebenfalls über die Screenreaderprogramme gesteuert werden, den Inhalt des Computerbildschirms nur auszugsweise darstellen oder vorlesen, kann die Arbeit an Computern für blinde Nutzer effizienter und vereinfacht werden, wenn beide Komponenten zur Verfügung stehen. Brailledisplays für den Arbeitsplatz Blinde können einen Screen Reader und ein Brailledisplay für ihren Heimarbeitsplatz, also für den privaten Bedarf, bei ihrer Krankenkasse beantragen. Wer einen Computer allerdings für seine Arbeit benötigt, muss seinen Antrag bei öffentlichen Trägern wie der Bundesagentur für Arbeit oder auch beim Integrationsfachdienst einreichen. Der Antrag für die Komponenten, die einen Computerarbeitsplatz für einen vollblinden Arbeitnehmer ergänzen, wird durch den Arbeitnehmer gestellt, denn die Hilfsmittel sind für seinen persönlichen Bedarf am Arbeitsplatz bestimmt. Die Verträge, die der Arbeitnehmer mit dem Kostenträger eingeht, sehen häufig vor, dass die Hilfsmittel nach einigen Jahren in den Besitz des Arbeitnehmers übergehen. Auf diese Weise wird die Ausstattung des Arbeitsplatzes, z. B. nach fünf Jahren durch einen Neuantrag aktualisiert. Bevor die elektronischen Hilfsmittel in den Besitz des Arbeitnehmers übergehen, gehören sie offiziell dem Kostenträger. Auch Arbeitsplätze, an denen Vollblinde arbeiten, werden inzwischen auf diese Weise gefördert. Arbeitgeber können Lohnzuschüsse beantragen, wen sie behinderte Arbeitnehmer beschäftigen. Doch wie hoch und für welche Zeit Lohnzuschüsse gewährt werden, ist Sache der Bundesländer und daher nicht bundesweit einheitlich geregelt. Mit Computern oder Notebooks, die um die entsprechenden Hilfsmittel ergänzt werden, arbeiten blinde Arbeitnehmer in den verschiedensten modernen Berufen, z. B. in Callcnetern und Telefonzentralen, als Sachbearbeiter in unterschiedlichen Arbeitsfeldern, als Schreibkräfte, bei Behörden, als Programmierer usw. Liebe Grüße Christiane Quenel Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Braillezeile

Sechs Punkte für sechs Punkte (Entwicklung, Geschichte und Persönliches zur Punktschrift )

Guten Tag,

mit Schrift zu arbeiten ist für mich Beruf und Berufung. Das bedeutet in meinem Fall, dass ich ursprünglich in der Punktschrift zuhause bin. Denn ich bin seit Geburt vollblind und lese und schreibe die Schrift, die von Luis Braille im 19. Jahrhundert entwickelt wurde, seit über 40 Jahren. Diesen Artikel, der in ähnlicher Form bereits am 09. Dezember 2012 auf http://www.texthaseonline.com erschien, stelle ich in meinen Bewerbungsblog ein, da Kolleginnen und Kollegen aber auch mögliche Arbeitgeber wissen sollten, wie wichtig und innovativ die Brailleschrift auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts sein kann, wie sie sich überhaupt entwickelt hat, und welche Bedeutung sie gerade für mich und meine Schreibarbeit hat. Ich werde in Kürze hier noch einen zweiten Post einstellen, der von den modernen Brailledisplays handelt, mit denen vollblinde Computernutzer privat und beruflich arbeiten.

Brailleschrift und Bildung

Ich weiß natürlich um die Probleme, die der Verbreitung der Brailleschrift im Wege stehen. So können beispielsweise viele blinde Kinder die Punktschrift nicht erlernen, da sie auf Grund anderer Behinderungen oder Erkrankungen nicht in der Lage sind, die Schrift zu ertasten und/oder ihr System zu begreifen. Die meisten Menschen erblinden in ihrer zweiten Lebenshälfte. So sind etwa 70% der Blinden 65 Jahre oder älter. Zu bedenken ist, dass auch bei diesen Menschen oft zusätzlich andere Behinderungen oder Erkrankungen wie Diabetes vorliegen, die das Erlernen der Blindenschrift unmöglich machen oder zumindest stark erschweren oder verhindern. Viele ältere Menschen wagen sich verständlicherweise nicht mehr an das Erlernen einer neuen Schrift. Und darüber hinaus findet noch lange nicht jeder Lernwillige Erwachsene an seinem Heimatort einen geeigneten Lehrer. Doch es gibt auch bezogen auf den Schrifterwerb interessante Projekte, die Erwachsenen helfen können, die Brailleschrift zu erlernen. Und das kann auch sehr viel Freude machen, wie das Projekt Pluspunkt von Hanni Wüthrich und Regula Schütz zeigt. Informationen darüber sind auf der Homepage: http://www.braille.ch unter dem Link Pluspunkt zu finden. Mich würde es freuen, wenn ich die Gelegenheit bekommen könnte, wieder Punktschrift zu unterrichten. Denn dann wäre es möglich dieses Lehrsystem mit seinen innovativen Zugängen zur Brailleschrift zu nutzen.

Die Brailleschrift und meine Wenigkeit

Obwohl ich kein Lobbyist in Sachen Punktschrift bin, liebe ich die Brailleschrift und mir ist bewusst, wie viel diese sechs Punkte für die Bildung und das Selbstverständnis blinder Menschen geleistet hat. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass die Punktschrift von einem Blinden entwickelt und von den Blinden selbst angenommen und verbreitet wurde.

Für mich gibt es sechs persönliche Punkte, warum ich die Punktschrift nach wie vor sehr schätze, und sie zusätzlich zu den neuen Möglichkeiten, die Hörbücher etc bieten, wieder verstärkt nutze.

1. Sie war und ist mir ein sinnvoller und guter Zeitvertreib vor allem in schlaflosen Nächten.
2. Ich kann beim Lesen und schreiben die Geschwindigkeit vorlegen, die gerade passt.
3. Wenn ich leise lese, erklingt meine innere Stimme bzw meine inneren Stimmen und die Vorstellungsgabe wird besonders beflügelt.
4. Vorlesen macht Spaß und ermöglicht es Texte immer wieder neu zu gestalten und zum Leben zu erwecken.
5. Nicht zu allen Texten, die ich lese oder schreibe, habe ich sofort eine abschließende Meinung. Daher war es vor allem in der Zeit vor den Computern gutLesestoff und selbst geschriebene Texte für einige Zeit zur Seite zu legen, um sie später zu verstehen oder zu bearbeiten.
6. Es ist ein gutes Gefühl beim Lesen oder Schreiben erleben zu dürfen, wie Kopf, Herz und Hand zusammenarbeiten.

Ich habe seit dem 08. August 1972 intensiven und persönlichen Kontakt mit der Punktschrift, denn an diesem Tag wurde ich in die Rheinische Landesschule für Blinde in Düren eingeschult, die inzwischen Luis-Braille-Schule heißt.

Zur Geschichte und Vielfalt der Brailleschrift

Und jetzt folgt in diesem Post noch etwas über die Entwicklung der Punktschrift.Luis Braille wurde am 04.01.1809 geboren. Im Alter von vier Jahren verletzte er sich ein Auge an einer der Schusterahlen in der Schuhmacherwerkstatt seines Vaters. Das Auge entzündete sich. Und die Entzündung griff auf das andere Auge über, so dass Luis Braille vollständig erblindete. Von Kindesbeinen an wollte Luis Braille sich nicht damit abfinden, dass er Literatur nur durch das Vorlesen kennen lernen konnte. Er interessierte sich für unterschiedliche Ideen für Schriftsysteme, die haptisch erfassbar waren, z. B. für Reliefschrift, bei der die Druckbuchstaben der geläufigen Schwarzschrift tastbar gemacht wurden. Doch diese Übertragung von Strichen, gebogenen Strichen und Punkten stellten sich als zu groß für die Ertastung heraus. Im Alter von 11 Jahren lernte Luis Braille die sog. Nachtschrift, die der Artilleriehauptmann Charles Barbier entwickelt hatte, kennen. Aber auch diese Schrift mit ihren zwölf Punkten erwies sich als zu groß und kompliziert, um sie einfach mit einem Finger oder mit zwei Fingern, die einander folgen, zu ertasten. Luis Braille vereinfachte diese Schrift auf sechs Punkte. Durch Die Anregungen, die er durch Versuche mit anderen Tastschriften erhielt und durch Experimentieren gelang es Luis Braille im Jahr 1825 die Sechspunktschrift, die heute weltweit seinen Namen trägt, vollständig zu entwickeln. Außerdem entwickelte er die auf der Grundlage der Sechspunktschrift die Blindennotenschrift, mit der blinde Musiker auf der ganzen Welt Noten lesen und schreiben. Inzwischen ist die Brailleschrift als Grundlage weiterer Schriftsysteme für Blinde verbreitet, z. B. kyrillisches Alphabet, japanische Silbenschrift, Mathematikschrift etc. Luis Braille starb im Jahr 1852 an Tuberkulose. Den Siegeszug seiner Erfindung erlebte er nicht mehr. Im Jahr 1850 wurde die Brailleschrift an französischen Blindenschulen als verbindliche Kulturtechnik eingeführt. Die internationale Anerkennung als Schriftsystem der Blinden erfolgte am 09.12.1879. In diesem Jahr wurde die Sechspunktschrift auch in Deutschland anerkannt.

Interessant an der Verbreitungsgeschichte der Brailleschrift sind die Vorbehalte, die sehende Blindenlehrer Luis Braille und seiner Erfindung entgegen brachten. So war der Direktor der französischen Blindenschule, an der Luis Braille lehrte, davon überzeugt, dass die Einführung dieser Schrift blinde Menschen von ihren sehenden Mitmenschen isolieren würde. In Deutschland wurde dieser Schrift sogar der Vorwurf der Subversion entgegen gehalten, denn sehende Blindenlehrer experimentierten im 18. und 19. Jahrhundert selbst mit verschiedenen Schriftsystemen. Und es war die Überzeugung mächtig, dass ein eigenes Schriftsystem, das von den Blinden selbst entworfen und unterrichtet werden konnte, keine Zukunft haben könnte.
Dazu kam, dass auch blinde Blindenlehrer sehr umstritten waren. Doch vor allem ab Ende des 19. Jahrhunderts trug die Brailleschrift zur Emanzipation und Bildung blinder Menschen wesentlich teil. Dies ist sicher zu weiten Teilen der Tatsache zu verdanken, dass Luis Braille und seine Mitstreiter sehr sorgfältig experimentierten, um eine angemessene Punktekonstellation zu finden, die den Erfordernissen des Tastsinns entspricht.

Liebe Grüße

Christiane Quenel
Quellen
Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Louis_Braille

Zeitschriftenartikel:

Manfred Weiser: Zur Geschichte der Blindenbildung. Zeitschrift für Sonderpädagogik. 1/1990 S.29-44
Homepage mit aktuellen Aspekten zum Thema Brailleschrift aus der Schweiz: http://www.braille.ch

Arbeit als Korrektorin gesucht

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Artikel möchte ich mich Ihnen vorstellen und mich als Korrektorin bei Ihrem Verlag, Ihrer Agentur oder Ihrer Zeitschrift bewerben.Ich biete Ihnen meine Mitarbeit im Aufgabenbereich Korrektorat an, da ich über mehrjährige Erfahrung in den Arbeitsfeldern Texterstellung und Korrektur verfüge, mich gern mitBelletristik und Fachliteratur unterschiedlicher Art befasse, selbst Autorin bin und nach einem Jahr ohne Arbeit einen beruflichen Neuanfang wagen möchte.

Zu meiner Person

Mein Name ist Christiane quenel. Ich wurde am 24.12.1965 in Issum/Sevelen am linken Niederrhein geboren. Seit meiner Geburt bin ich vollblind. Ich bin ledig und habe keine Kinder. Ursprünglich bin ich Diplompädagogin von Beruf. Schwerpunkte meiner Ausbildung waren Erwachsenenbildung und frühe Kindheit und Familie. Zu den Prüfungsfächern für Diplompädagogen an der Universität zu Köln zählten auch Soziologie und Psychologie. Nach meinem Studium war ich als freiberufliche Lebensberaterin tätig. Und von Januar 2005 bis September 2013 habe ich für unterschiedliche Schreibbüros gearbeitet. Ich lese viel und gern und helfe Kolleginnen und Kollegen bei Arbeiten an Artikeln, Diplomarbeiten und Sachbüchern. Ehrenamtlich bin ich seit fast eineinhalb Jahrzehnten bei der Evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge tätig. Ich lese vor allem Krimis, historische Romane, Tiergeschichten und -sachbücher, zu den Themen Erziehung, Behinderung, Schreiben, Soziologie, Geschichte und Psychologie lese ich gern.

Mein Angebot

Ich biete mehrjährige und vielseitige Erfahrung in als Verfasserin und Korrektorin von Texten. Vor allem in den Themengebieten Pädagogik und Belletristik habe ich in den vergangenen 10 Jahren auch Lektoratsarbeit getan. Ich bin z. B. in mehreren Schreibgruppen tätig, führe zwei Blogs und helfe bei der Bearbeitung unterschiedlicher Texte. Ich bin vielseitig interessiert, sprachlich flexibel und kann lange konzentriert arbeiten. Trotz meiner Sehbehinderung bearbeite ich seit mehr als zwei Jahrzehnten Unterschiedliche Texte mit Hilfe meines Computerarbeitsplatzes. Selbstverständlich nehme ich auch einen stationären Arbeitsplatz an, wenn Ihr Unternehmen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist und sich Ihr Unternehmen im Kreis Kleve, Krefeld, Duisburg oder Düsseldorf befindet. Und wenn es etwas mehr sein darf als Korrekturarbeit, helfe ich Autoren und Kollegen auch bei der Texterstellung und berate sie gern.

Was ich suche

Da es für Texter fast nur noch Arbeiten gibt, bei denen aufwendige Recherchen und Beschreibungen von graphisch dargestellten Produkten, Tabellen et c. vergeben werden, und da Portale für Texter von Menschen mit Sehbehinderung nur mit großen Schwierigkeiten oder gar nicht bedienbar sind, möchte ich die Seite wechseln und in den Bereichen Textkorrektur oder Lektorat arbeiten. Ich arbeite gut und gern von Zuhause. Daher suche ich Arbeit als freie Mitarbeiterin, die es mir ermöglicht zwischen 16 und 30 Stunden in der Woche zu arbeiten, da es mir auf diese Weise möglich ist, meinen ehrenamtlichen Aufgaben und meiner Arbeit als Autorin weiterhin nachgehen zu können. Telearbeit mit einem Zeitaufwand im genannten Umfang wird durch öffentliche Kostenträger gefördert, wenn der Arbeitnehmer eine Behinderung hat. Diese Hilfen gewährleisten, dass die technische Ausstattung meines Arbeitsplatzes immer auf dem neuesten Stand sind und meinem individuellen Bedarf entsprechen.Die Förderungen für Arbeitgeber und freie Mitarbeiter oder Angestellte ist Aufgabe der Länder. Ich suche ab sofort Arbeit als Korrektorin. Auch über eine Möglichkeit als Lektorin zu arbeiten würde ich mich sehr freuen als freie Mitarbeiterin oder Angestellte.

Mit freundlichen Grüßen
Christiane Quenel

Leseempfehlung: Unorthodoxe Gedanken zur Inklusion

Guten Tag,

bezogen auf das Thema Inklusion behinderter Menschen hören die Diskussionen nicht mehr auf. Und es wird vielen von Ihnen ähnlich wie mir ergehen, dass Sie sichdes Eindrucks nicht erwehren könnt, dass sich die Diskussionen immer im Kreis drehen sich aber ansonsten nichts bewegt. In solchen Fällen sind unorthodoxe oder „krause“ Gedanken eine Möglichkeit aus dem Kreislauf auszubrechen. Der Weisheit letzter Schluss ist nicht das, was man braucht. Man benötigt Denkanstöße, auch wenn es unbequem wird.
Unorthodoxe Gedanken zum Thema Inklusion findet Ihr auf der Homepage von Dr. Arne Harder unter dem Link http://www.med.uni-magdeburg.de/~harder/inklusion.html. Nur selbst lesen und selbst denken machen schlau!

Liebe Grüße

Christiane

Themenwoche Themenkreis Behinderung: Lesens- und sicher auch sehenswerte Blogs zum Bereich Hör schädigung

Guten Tag Ihr Lieben,

die Präsenz behinderter Menschen in den modernen Medien ist ausgesprochen wichtig. So ist bloggen eine sehr gute Möglichkeit auf Fragen und Probleme, die den Alltag behinderter Menschen betreffen, aufmerksam zu machen. Bloggen ist eine Möglichkeit den eigenen Alltag zu beschreiben und zu reflektieren und andere Menschen aufmerksam zu machen, mit ihnen über die Kommentarfunktion des Blogsystems in Kontakt zu kommen und Kontakte zu pflegen.

Heute habe ich nach Webseiten und vor allem Blogs von Hörgeschädigten gesucht. Und ich möchte Euch auf drei Homepages aufmerksam machen, die ich gefunden und auf denen ich gestöbert habe. Das ist die Homepage http://www.deafread.de. Dort findet Ihr Nachrichten für Hörgeschädigte aber auch Blogs von Hörbehinderten und Gehörlosen. Auch diejenigen, die sich zum Thema spätertaubt informieren möchten, werden dort fündig.

Und dann sind mir vor allem zwei Blogs aufgefallen. Sehr vielseitig ist das Blog von Judith Geller http://www.gehoerlosblog.de. Die Themenauswahl ist im besten Sinn persönlich, also auf die Lebenssituation der Autorin bezogen und informativ. So fand ich es erschreckend zu erfahren, wie stark der unangemessene Begriff taubstumm in unserer modernen Medienwelt immer noch verankert ist.

Auch das zweite Blog, in dem ich gestöbert habe, engagiert sich für die Angelegenheiten hörgeschädigter Menschen. Das Blog http://meinaugenschmaus.blogspot.com von Julia Probst wurde für sein vielseitiges Engagement, z. B. für mehr Untertitelung von TV-Beiträgen, im Jahr 2011 mit dem goldenen Blogger ausgezeichnet. Gutes Lesefutter sind die drei Kostproben, die ich heute genommen habe, auf jeden Fall. Was es auf diesen und anderen Homepages ansonsten an sehenswerten Dingen, z. B. bezogen auf die Gebärdensprache zu entdecken gibt, wird Euch sicher gut und interessant unterhalten und viel Freude machen!
Ich wünsche Euch viel Vergnügen dabei die Lebenswelten Hörbehinderter und gehörloser Menschen in ihrer Vielfalt zu entdecken!

Liebe Grüße

Christiane